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27.03.2014

Innovative Maschinen für innovative Produkte



Die Plattenauftrennkreissäge vom Typ SK-VARIO


Die Verladung zeigt die beeindruckenden Dimensionen der SK-VARIO


Die CNC-Kappanlage vom Typ C14 II

Pollmeier vertraut beim Zuschnitt neuartiger Buche-LVL-Platten der jahrzehntelangen Erfahrung der Kreissäge-Spezialisten von Paul und investiert in eine Plattenauftrennkreissäge vom Typ SK-VARIO sowie in eine CNC-Kappanlage vom Typ C14 II inklusive Mechanisierungen.

Die inhabergeführten Bucheholzsägewerke in Creuzburg (Thüringen) und Aschaffenburg (Bayern) der Firma Pollmeier gelten als die leistungsfähigsten in ganz Europa. Bereits im Jahr 2010 verkündete man gegenüber der Paul Maschinenfabrik mit Sitz in Dürmentingen (Baden Württemberg) die Entwicklung eines völlig neuen Produktes. Von Projektbeginn an spielten auch die entsprechenden Fertigungseinrichtungen eine wichtige Rolle. Was nutzt das beste Produkt, wenn es nicht wirtschaftlich gefertigt werden kann?

Furnierschichtholz oder LVL (Laminated Veneer Lumber) aus Nadelholz erfreut sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit. LVL besteht aus ca. 3 mm starken Schälfurnieren und wird hauptsächlich zur Herstellung von Trägern, Balken und Platten verwendet. Die Vision von Pollmeier war nun, dieses Furnierschichtholz nicht aus Nadelholz, sondern aus Buche zu produzieren. Buche bietet den Vorteil, dass es wesentlich höhere Festigkeitswerte aufweist, zugleich lässt sich Buche jedoch auch wesentlich schlechter bearbeiten. Außerdem muss das Endprodukt zertifiziert werden, um später verbaut werden zu dürfen. Es gab also eine Vielzahl von Hürden, die es zu bewältigen galt. Der größte Vorteil von Buche-LVL ist darin zu sehen, dass durch die höhere Festigkeit der Buche kleinere Querschnitte genügen, um vergleichbare Festigkeitswerte wie herkömmliches LVL zu erreichen. Im Jahr 2012 war die Vorentwicklung abgeschlossen. Der Entschluss, ein komplett neues Werk für die Buche-LVL-Produktion am Standort in Creuzburg zu errichten, war bei Pollmeier gefallen.

Die Beschaffung der benötigten Produktionsanlagen stand nun im Fokus. Zunächst wird das Schälfurnier erzeugt. In einer Presse werden die einzelnen Furnierlagen miteinander verklebt. Auf diese Weise entstehen bis zu 18 m lange, 1,8 m breite und 80 mm starke Platten. Diese sollen in einem weiteren Prozessschritt in Streifen aufgetrennt und bei Bedarf abgelängt werden. Je nach Produkt folgen weitere Prozessschritte.

Das Auftrennen der Platten und das anschließende Kappen der entstanden Streifen wurde zur Aufgabe von Paul. Die bis zu 2 t schweren Platten werden in einer Plattenauftrennkreissäge vom Typ SK-VARIO in maximal 18 Streifen geschnitten. Die einzelnen Sägen in der Maschine sind über eine CNC-Steuerung frei positionierbar. Ein eventuell entstehender Reststreifen kann mit Hilfe eines speziellen Spaltkeils und angeschlossenen Trennkanals einseitig separiert werden. Das Prinzip der Säge entspricht der bereits vielfach im Einsatz befindlichen Paul K34VARIO, welche bereits im Jahre 2003 entwickelt wurde. Um den besonderen Heavy-Duty-Anforderungen gerecht zu werden, musste die Maschine von Grund auf überarbeitet werden. Die prozesssichere Separierung der Reststreifen stellte eine weitere Herausforderung dar. Hier kam Paul die jahrzehntelange Erfahrung aus dem Bereich der Sägewerksmaschinen (Doppelbesäumkreissägen und Nachschnittkreissägen) zugute. Der Reststreifen wird mit einem speziellen Trennkanal in eine Vibrorinne geschoben, diese transportiert die Reststücke der Kappanlage und die Reststreifen der Längskreissäge zu einem bauseits vorhandenen Hacker.

Prozessbedingte Fehlerstellen in den Streifen sollen bei Bedarf ausgekappt werden. Dafür kommt die Paul CNC-Kappanlage vom Typ C14 II zum Einsatz. Auch hier musste eine aufwändige und sehr robuste Mechanisierung entwickelt werden, um die immer noch bis zu 350 kg schweren und bis zu 18 m langen Streifen der Kappanlage zuzuführen. Die maximalen Querschnitte betragen dabei 300 x 80 bzw. 350 x 50 mm.

Beide Maschinen sind mit der neusten Steuerungsgeneration MAXI 6 auf Linux-Basis ausgestattet. Neben der sehr benutzerfreundlichen Bedienoberfläche via Touchscreen sind die netzwerkfähigen Maschinen voll in das übergeordnete Leitrechnersystem integriert.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen darf als vorbildlich bezeichnet werden. Maschinennutzer und -hersteller haben gemeinsam eine auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmte Anlage entwickelt. Die beiden Spezialisten haben sich dabei optimal ergänzt. Sowohl Pollmeier in der Rolle des absoluten Werkstoffspezialisten als auch Paul in der Rolle des erfahrenen Maschinenbauers ist es gelungen, innerhalb kürzester Zeit eine bislang noch nicht da gewesene Zuschnittanlage mit höchster Flexibilität und maximaler Leistungsfähigkeit zu realisieren.





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